Das prächtige Heilige Grab der Pfarrkirche Telfes, geschaffen von Johann Nepomuk Pfaundler zwischen 1763 und 1765, zählt zu den bedeutendsten und größten Werken dieser Art in der gesamten Diözese Innsbruck.
Die barocke Kulissenarchitektur umfasst drei imposante Bögen, die durch ihre Ausmaße und Tiefenwirkung den Kirchenraum erweitern und durch die reich gestalteten Malereien und filigrane Details beeindrucken.
Nach rund 260 Jahren war nun eine umfassende Restaurierung notwendig, da an den Leinwänden, Holzteilen und Farbschichten deutliche Alterungs- und Gebrauchsspuren auftraten. Die Arbeiten umfassen unter anderem:
- Reinigung und Festigung der Malschichten
- Reparatur beschädigter Holzteile und Steckverbindungen
- Kittung und Verwebung von Leinwandrissen
- behutsame Retuschen und farbliche Ergänzungen
Restaurator Franz Niederhauser in Thaur hat mit den ersten Restaurierungsarbeiten bereits 2024 begonnen damit diese Arbeiten rechtzeitig, bis Ostern 2026 abgeschlossen sind (das gesamte Grab wird nur alle vier Jahre aufgestellt).
Ziel der Restaurierung war es, dieses außergewöhnliche Kunstwerk, das die Auferstehung Christi anschaulich darstellt, für kommende Generationen zu erhalten und wieder in seinem vollen künstlerischen Glanz erstrahlen zu lassen.
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter anderem im Buch: Heilige Gräber in Tirol, Hrsg. Reinhard Rampold, 2009 Tyrolia Innsbruck.
Digitaler Bericht zu den ersten Sanierungsarbeiten (4min)
https://www.tiroltoday.at/beitrag/ostergrab-restaurierung-ein-puzzle-aus-jahrhunderten/
