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Foto: Elisabeth Unterlechner
Foto: Elisabeth Unterlechner

Emil-Award „Missionary from Austria" für Schwester Hanni Denifl

Was hat der Esel Emil mit Sr. Hanni zu tun?

Der Austria.On.Mission-Award ist eine künstlerisch wertvolle Eselsfigur aus Bronze mit Namen Emil.

Die Reise von Josef und der schwangeren Maria nach Bethlehem hat der Überlieferung nach ein Esel begleitet und Jesus hat für seinen Einzug in Jerusalem bewusst ein demütiges Lasttier ausgewählt. Zudem ist bis heute der Esel in vielen Ländern der Welt ein ausgenutztes Tier, dessen Arbeit oft unbeachtet und unbedankt bleibt. So ist er ein geeignetes Symbol für missionarisches Wirken im Allgemeinen und für das Wirken der Päpstlichen Missionswerke im Besonderen, so liest man auf der Homepage von Missio Österreich.

Sr. Hanni hat ihr Herz den vom Kinderhandel betroffenen Mädchen, ausgebeuteten Marktmädchen und gefährdeten Jugendlichen Westafrikas geschenkt. Seit fast 20 Jahren lebt sie ihre Berufung als Don Bosco Schwester mit unermüdlichem Einsatz in Ländern wie der Elfenbeinküste, Mali, Ghana und Benin und setzt sich tatkräftig ein für den Schutz und die Begleitung von Kindern, die vom Kinderhandel betroffen sind, ausgesetzt oder misshandelt wurden oder im Gefängnis sitzen und die Opfer von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung oder Verstoßung wurden – darunter sogenannte „Hexenkinder“.

2011 gründete Sr. Hanni das Projekt „Service DomS“ in Benin, das mit einem kleinen Team inhaftierte Jugendliche begleitet – mittlerweile alle jugendlichen Gefangenen des Landes, es werden wöchentlich über 230 inhaftierte Jugendliche betreut.

Für ihren mutigen Einsatz, ihr jahrzehntelanges Wirken in Afrika und ihr unermüdliches Engagement im Kinderschutz verlieh Missio Österreich am 14. November 2025 Sr. Hanni den Emil-Award in der Kategorie „Missionary from Austria“.

Eine Stubaier Abordnung, bestehend aus Verwandten und FreundInnen von Sr. Hanni, durfte bei diesem festlichen und sehr berührenden Abend in der Wiener Seestadt dabei sein, als Sr. Hanni diesen ehrenvollen Preis von P. Karl Wallner, dem Leiter der Päpstlichen Missionswerke, überreicht bekam. Sie bedankte sich mit einer humorvollen Dankesrede und verzauberte v.a. das Wiener Publikum mit ihrem Tiroler Charme. Sr. Hanni und die beiden weiteren Preisträger (für Mission in Österreich und für besonderes soziales Engagement zur Unterstützung der päpstlichen Missionswerke) betonten unisono wie sehr sie auf die Hilfe und Führung Gottes vertrauen, Werkzeuge sind in Seiner Hand und dass sie ohne Gott nichts erreichen würden. Ein starkes Zeugnis, das alle Anwesenden sehr beeindruckt hat!

Der Abend klang dann gemütlich mit Speis und Trank aus und wir waren überrascht, dass es ein burgenländischer Pfarrer schaffte, mit seinem Pfarr-Team und Schülerinnen und Schülern einer Tourismusschule für die Verköstigung der mehr als 300 Anwesenden zu sorgen.

Liebe Sr. Hanni, wir gratulieren dir von Herzen zu diesem besonderen – und verdienten – Preis, Gott segne dein hilfreiches Tun im Dienste der Mitmenschen und Er beschütze dich auf allen deinen Wegen!

 

Fotos und Text: Elisabeth Unterlechner